5 Tipps zur Erstellung von Social Media Guidelines für Unternehmen

Für Unternehmen jeglicher Art ist es zur Pflicht geworden, einen Auftritt  auf Facebook zu haben und diesen natürlich auch zu pflegen. Das reine Anlegen einer Firmenpräsenz ist nur der Anfang, eine dauerhafte Betreuung ist unabdingbar. Im besten Fall gibt es im Unternehmen Social Media Guidelines, die die Mitarbeiter mit einbinden und alle Fragen im Vorfeld klären.

Die nachfolgenden 5 Tipps zur Erstellung von Social Media Guidelines für Unternehmen sollen helfen, individuelle Guidelines für ein Unternehmen zu definieren. Eine allgemeingültige Musterlösung gibt es nicht. Jede Branche und jedes Unternehmen verfolgt andere Ziele und schlägt unterschiedliche Wege ein, um diese zu erreichen. Es gibt aber grundlegende Fragen, die von jeder Firma schriftlich festgehalten werden sollten, natürlich nach Rücksprache mit allen involvierten Personen.

5 Tipps zur Erstellung von Social Media Guidelines…

  1. Ziele definieren
    Was soll mit einem Firmenauftritt auf Facebook, Google+, Twitter, YouTube etc. erreicht werden?
    An welche Zielgruppe richtet sich der jeweilige Auftritt?
    Werden / Können mit unterschiedlichen Plattformen unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden?
  2. Verantwortliche benennen
    Wer in der Firma pflegt und aktualisiert die Auftritte, wer sind die Kontaktpersonen bei Fragen?
    Findet eine Auswertung der Erfolge intern statt oder übernimmt das eine externe Agentur?
    Wer macht Urlaubs- / Krankenvertretung?
  3. Zeitaufwand definieren
    Wie viel Zeit pro Tag wird für die Pflege des Social Media Auftritts eingeräumt?
    Wann / Um welche Uhrzeit soll gepostet werden?
    Wie viele Postings pro Tag und in welchem Abstand sollen sie veröffentlicht werden?
    Soll auch am Wochenende gepostet werden?
  4. Verhaltensregeln
    Wie hoch darf die Reaktionszeit auf User-Kommentare und -Fragen sein? (Hängt sehr stark von der Branche ab, generell gilt je kürzer desto besser, nie länger als 12 Stunden)
    Wie verhält man sich bei negativer Kritik?
    Wie reagiert man auf Beleidigungen?
    Werden Fans und Follower geduzt oder gesiezt?
  5. Inhalte definieren
    Was soll gepostet werden? Bilder, Texte, Videos, Links?
    Wie sieht ein idealer Mix aus alle dem aus?
    Wie viel Eigenwerbung soll gepostet werden?
    Wie erhöht man das Engagement der Fans und Follower langfristig?

… und viele Fragen

Es gibt sehr viele Fragen, die im Vorfeld geklärt werden müssen. Ist das geschehen und wurden die Richtlinien um eventuell aufkommende weitere Fragen ergänzt, kann anhand dieser Guidelines mit der Community agiert werden. Im Laufe der Zeit können weitere Fragen aufkommen, die sollten dann in die Social Media Richtlinien aufgenommen werden. Mit der Zeit bekommt man so ein gutes Handbuch, das man auch später dazukommenden neuen Mitarbeitern vorlegen kann. Zu beachten gilt dabei, dass die Guidelines alle Fragen beantworten, dabei aber kompakt und überschaubar bleibt. Niemand möchte sich erst durch ein ganzes Buch kämpfen, bevor er oder sie das erste Statusupdate veröffentlicht.

Einige Unternehmen veröffentlichen ihre Social Media Guidelines auch im Internet. Hier kann man sich Anregungen holen oder einfach mal einen Überblick verschaffen, wie es große und kleine Unternehmen unterschiedlicher Branchen mit ihren Richtlinien handhaben. Gelungen finde ich die Guidelines von Daimler. Eine sehr umfangreiche Liste mit deutschen Social Media Guidelines findet sich hier.

Wie sieht es bei euch im Unternehmen aus? Habt ihr Social Media Guidelines? Veröffentlicht ihr diese im Web? Dann würde ich mich über einen Link in den Kommentaren freuen!

Veröffentlicht von

Hi, mein Name ist Dominik und ich berichte hier über meine Erfahrungen und Beobachtungen zu den Themen Onsite-Optimierung, WordPress und Social Media. Seit Anfang 2013 bin ich auch Selbständig tätig und betreue Kunden bei Webprojekten. Wenn du dich mit mir verbinden möchtest, kannst du mir gerne auf Google+ folgen. Aber auch auf Twitter und Facebook bin ich aktiv.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: “Wir können kein Social Media” – Worst Practice Beispiele : : media-affin.de

  2. Hallo Dominik,

    der Artikel ist ein netter Ansatz. Für das Thema selbst hatte ich mir aber mehr Tiefgang gewünscht. Die von dir genannten Tipps sind ja eigentlich das Minimum an Gedanken, die man sich zu Social Media Guidelines machen sollte. Eine Option wäre, dass du in einem späteren Artikel diese Ausführungen fortführst und tiefer darauf eingehst :)

    LG
    Udo

    • Hi Udo,

      du hast natürlich recht. Diese 5 Tipps sind Grundlagen, die in jedem Fall bedacht werden müssen bei der Erstellung von Guidelines.

      Da jedes Unternehmen, jede Erwartungen und jede Ziele darüber hinaus aber stark variieren können, ist es schwer, da etwas allgemeingültiges zu schreiben. Es sollte auf den Individualfall eingegangen werden.

      Einen Anhaltspunkt, was Unternehmen unterschiedlicher Branchen in ihren Guidelines festgehalten haben, findest du im vorletzten Absatz bei den verlinkten Beispielen.

      Wenn du eine spezielle Frage/ein spezielles Anliegen hast, kannst du es gerne hier schreiben. Gerne helfe ich dir damit.

      LG Dominik

  3. Pingback: In welchem Social Network findest du deine Zielgruppe? : : media-affin.de

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