SEO’s Not Dead

SEO's Not Dead

Es gibt wohl wenige Produkte/Dienstleistungen, die so oft totgesagt wurden wie SEO. Bei neuen Technologien, veränderten Rahmenbedingungen oder auch nur “kleineren” Updates sind die Rufe nicht weit: SEO ist tot! Mal wieder.

Als etwa 2007 Facebook (in Deutschland) so richtig durchstartete, war SEO relativ schnell tot, weil Social Media der neue heiße Scheiß war. Niemand würde jemals wieder eine Suchmaschine benutzen!

Als 2011 und 2012 die ersten Panda- und Penguin-Updates von Google ausgerollt wurden, war SEO tot – wie sollten wir noch ranken, wenn Google unseren Content- und Link-Spam abstraft?

Tipp: Platzhalter-Text und „Lorem ipsum“ finden mit Screaming Frog

Ebenfalls 2011 hielten die beiden bösen Worte “not provided” Einzug in Google Analytics und wir konnten Conversions und Co. nicht mehr auf Keywordebene messen und somit unsere Erfolge nicht mehr nachweisen. Was war SEO tot!

2016 war SEO tot, weil Google den öffentlichen PageRank nicht mehr anzeigte. Wie sollten wir denn jetzt “gute” Backlinks erkennen?

Tipp: Seiten für interne Verlinkung mit GSC-Daten und Screaming Frog finden (inkl. Template)

Seit 2022 stellt ChatGPT alles auf den Kopf, mit Perplexity gibt es wieder einen Google-Killer und mit AI Overviews verlieren wir sowieso allen organischen Traffic.

Dominik Graser mit SEO's Not Dead Hoodie
SEO’s Not Dead ;-)

Der nächste SEO Killer steht bestimmt schon in den Startlöchern ;-)

Was ist wirklich passiert? SEO hat sich verändert. SEO von gestern ist relativ tot, SEO bzw. das Umfeld in dem es stattfindet, hat sich verändert, schon immer. Manche Veränderungen waren größer und man hat sicherlich auch mal zu Recht Angst gehabt, weil jetzt alles anders ist. Oder man hat einfach die Chance gewittert und ist für ein bisschen Aufmerksamkeit in den Linkbait eingestiegen.

Aber genau deswegen liebe ich SEO – spätestens alle paar Jahre gibt es etwas Größeres, Neues und ich habe eine neue Herausforderung in einem dynamischen Umfeld. Noch wichtiger: Ich lerne etwas Neues, Langeweile gibt es im SEO nicht, es ist der schönste Job der Welt ;-)

Warum SEO außerdem wertvoll für Unternehmen ist, hat Natalie Slater auf LinkedIn treffend zusammengefasst:

SEO stirbt nicht, es sterben (online) die Unternehmen, die diesem stetigen Wandel nicht gewachsen sind oder aus anderen Gründen nicht mithalten können.

Dabei geht es natürlich längst nicht mehr nur um Google. SEO kann überall stattfinden, wo es einen Suchschlitz gibt. SEO für Amazon, YouTube und den App Store hat sich etabliert. Aber auch beispielsweise Reddit, Spotify und nahezu alle Foren haben einen Suchschlitz, der von Nutzer:innen genutzt wird, die auf das bestmögliche Suchergebnis hoffen.

Ich bleibe dabei: SEO’s Not Dead!

Veröffentlicht von

Hi, mein Name ist Dominik und ich schreibe hier über meine Erfahrungen und Beobachtungen aus den Bereichen SEO, WordPress und Social Media. Wenn du dich mit mir verbinden möchtest, findest du mich auf Twitter, LinkedIn und Mastodon.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich stimme da auf jeden Fall zu, gleichzeitig bricht natürlich ganz real das weg, was SEO lange Zeit bedeutet hat. Es geht ja auch längst nicht mehr nur um Optimierung für die Suche, sondern auch im Content selbst, um durch die Algorithmen gefunden und vorgeschlagen zu werden. Das Ganze ist eine neue Komponente, weil die Nutzer zwar noch suchen – auch auf TikTok und Co. – aber viele auch einfach nur noch durch den Content „schwimmen“. Was nicht vorgeschlagen wird oder nicht schnell genug zum Punkt kommt, hat nicht unbedingt gute Karten.

    Gleichzeitig ist es schwieriger, diese Inhalte dann noch zu monetarisieren. Ich finde, große Reichweiten lassen sich schnell erreichen, aber die Werbekunden sind da doch sehr zurückhaltend und wollen lieber nicht pauschal bezahlen, sondern ziehen sich mehr und mehr darauf zurück, weiterhin die volle Kontrolle über das Budget zu haben und dafür in Kauf zu nehmen, wesentlich weniger Reichweite zu erlangen. Beispiel: In den sozialen Medien werden Creators eher im seltenen Fällen an den Umsätzen beteiligt, wenn Werbung ausgespielt wird. Ja, das mag bei YouTube so sein, bei TikTok wird’s dann schwieriger und bei Instagram und Co. gibt’s praktisch gar nichts mehr vom Werbetopf.

    Das stellt die ganze Landschaft natürlich schon vor größere Probleme. Oder wie siehst du das?

    • Danke für deine ausführlichen Gedanken, Bastian!

      Zugrunde liegt die Frage, was SEO eigentlich ist beziehungsweise was zu dieser Disziplin gehört. Für meine Definition gehört die Website-Technik, die Infrastruktur inkl. Content und auch Offpage inkl Content Marketing „schon immer“ dazu. Es sind eben unterschiedliche Disziplinen innerhalb der SEO. So wie es App Store SEO und YouTubeSEO und Amazon SEO gibt. Alles SEO, aber an anderer Stelle und über die Jahre immer komplexer und umfassender – und damit eigenständiger, es braucht eine andere Expertise. Und in dieselbe Richtung geht für mich auch Social SEO, also die organische Auffindbarkeit in TikTok, Instagram und Co. Das ist dann auch schon ein wesentlicher Punkt: Marketing-Disziplinen rücken zusammen. Wo hört Social Media Marketing auf und wo fängt Social SEO an? Vermutlich gibt es keine klare Grenze; es muss auf jeden Fall Hand in Hand gehen. Und der „Rückkanal“ für die Darstellung von Social Media Inhalten innerhalb der Google SERPs darf ja dann auch nicht vergessen werden.

      Zur Monetarisierung in Social Networks kann ich nichts Schlaues beitragen, da hab ich viel zu wenig Ahnung von. Ich verstehe aber natürlich deinen Punkt.

      Von daher tl;dr: Ja, die ganze Online Marketing Landschaft wird durchgeschüttelt weil sie sich weiterentwickelt. Und das tut sie gerade wahnsinnig schnell und in einer großen Breite.

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