So punktest du mit deiner „Über mich“-Seite (#1 – 10 Wochen Projekt 2013/2014)

Die erste Aufgabe meines 10 Wochen Projekts ist die Erstellung einer „Über mich“-Seite im Blog. Anders als in sozialen Netzwerken wie Facebook und Google+ hast du in deinem Blog keine Einschränkungen was die Gestaltung und die Inhalte angeht. Du erfährst, wie du deine Leser und Kunden mit einem durchdachten „Über mich“-Text überzeugen kannst.

Was ist eine „Über mich“-Seite?

Kopf mit zensierten Augen

Wer bist du? Verrate es deinen Lesern!

Auf dieser Seite hast du jede Menge Platz, um dich deinen Lesern zu präsentieren. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sie so zu gestalten, dass du deine Leser und/oder Kunden von dir überzeugen kannst. Wenn du den letzten Satz aufmerksam gelesen hast, wirst du es gemerkt haben: Die „Über mich“-Seite ist eine Verkaufsseite. Das Produkt bist du, du verkaufst dich und dein Ziel ist es, deine Leser davon zu überzeugen, dass du die richtige Wahl für ihr Anliegen bist.

Die Schwierigkeit besteht darin, dich in deinen Leser hineinzuversetzen. Was möchte er von dir? Was interessiert ihn an dir? Wie überzeugst du ihn von dir?

Tipp: Sei du selbst und bleibe authentisch.

Welche Inhalte überzeugen deine Leser?

Was für beinahe jeden Blog und definitiv jede Firmenseite zählt ist, dass hier niemand deinen Lebenslauf lesen möchte. Natürlich solltest du erwähnen, warum du Experte auf deinem Gebiet bist, welche (berufliche) Vorbildung du hast, warum dein Leser dir vertrauen sollte. Dazu gehört aber nicht, wann du welche Schule besucht hast.

Falls deine „Über mich“-Seite also nach dem Muster „Ich bin… Ich habe… Ich mache… Ich kann… Ich möchte“ aufgebaut ist, dann solltest du sie dringend überarbeiten. Stattdessen solltest du deinem Leser/Kunde sagen, was er von dir hat. Zeige ihm auf, was du ihm bietest, was er von dir erwarten kann, für welche Lösungen du der beste Ansprechpartner bist.

Was allerdings gar nichts auf deiner „Über mich“-Seite zu suchen hat sind vermeintlich witzige Sprüche wie sie häufig in privaten Social Media Profilen zu finden sind. Nicht vergessen: Du möchtest dich verkaufen und nicht lächerlich machen.

Tipp: Viele Firmenwebsites haben einen „Über uns“-Bereich. Wie wäre es stattdessen mit „Wir für Sie“? Danke an @profitexter für die Idee!

Baue Vertrauen auf

Welche besonderen Leistungen hast du erbracht, die deinem Kunde signalisieren, dass du der Experte bist? Einige Anregungen dazu:

  • „Seit x Jahren vertrauen Kunden aus der Süßwaren-Branche auf meine Leistungen“
  • „In dieser Zeit habe ich x Kunden zum Erfolg verholfen“ (Quellen nennen!)
  • Sind Artikel von dir in renommierten Online- oder Offline-Medien erschienen? Nenne sie!
  • Was sagen andere über dich? Vergiss nicht, dass du auf der „Über mich“-Seite das Produkt bist – überzeuge mit Testimonials!

Die „Über mich“-Seite und SEO

Du fragst dich jetzt vielleicht, wer nach „Über mich“ sucht. Die Antwort lautet eigentlichen niemand. Die „Über mich“-Seite spielt aber trotzdem eine Rolle. Im Idealfall ist sie auf oberster Ebene in der Navigation verlinkt, von jeder Unterseite erreichbar und somit eine sehr starke Unterseite.

Google Trends für Keyword Über mich

Google Trends inklusive Vorhersage für Keyword „Über mich“: Suchvolumen wird kleiner.

Du kannst weitere Seiten deines Webauftritts stärken, wenn du sie aus dem „Über mich“-Text heraus verlinkst. Auch Subdomains, weitere Projekte und Social Media Profile kannst du hier problemlos verlinken und so neue Fans und Follower generieren.

Zusammenfassung: Wie sieht denn nun eine perfekte „Über mich“-Seite aus?

Damit du einen schnellen Überblick darüber erhältst, welche Inhalte sinnvoll sein können, bekommst du hier die besten Ideen zusammengefasst:

  • Beruflicher Werdegang inkl. Studium/Ausbildung: Halte dich kurz und nenne nur die wichtigsten Stationen.
  • Was bietest du deinem Leser/Kunde? Nenne Argumente, die für dich sprechen und überzeuge deinen Leser damit. Zeige, dass du der gesuchte Experte bist.
  • Beschreibe deinen Blog. Welche Ziele verfolgst du?
  • Wer bist du? Zeige ein Foto von dir. Ein Schnappschuss von der letzten Party ist die falsche Wahl.
  • Verlinke deine Social Media Profile.
  • Verweise auf deinen Newsletter. Vladislav vom affenblog zeigt dir einige tolle Beispiele.
  • Woher kennt man dich? Nenne deine Referenzen, zeige Testimonials.

Schreibe dabei keinen Roman, sei aber auch nicht zu wortkarg. Ein kurzer Text mit gut gewählten Zwischenüberschriften (viele scannen nur und lesen nicht den kompletten Text) ist dabei ideal. Wenn du eine tiefgehende Einführung zum Thema autobiografisches Schreiben haben möchtest, lohnt sich bestimmt ein Blick in das Buch „Schreiben über mich selbst„* aus der „Kreatives Schreiben“-Reihe von Duden.

Fazit

Die „Über mich“-Seite bietet sehr viel Potential, das häufig leider ignoriert wird. Konnte ich dich überzeugen, deine „Über mich“-Seite zu überarbeiten oder eine anzulegen? Ich hoffe doch!

Als Inspiration empfehle ich dir zwei sehr unterschiedliche Beispiel. Claudia vom dinnerumacht-Blog stellt sich sehr kurz, aber doch genau auf die Zielgruppe ihres Blogs abgestimmt, vor. Im Gegensatz dazu stellt Martin vom tagseoblog sich sehr ausführlich vor, geht auf seine Hobbys und Projekte ein und bietet dir sehr viele Infos über sich. Dank der guten Gliederung und dem Mehrwert durch Bilder und Videos wird dem Leser ordentlich Mehrwert geboten.

Meine Umsetzung der „Über mich“-Seite findest du hier.

Jetzt bist du gefragt: Was macht in deinen Augen eine gute „Über mich“-Seite aus? Wie hast du deine gestaltet? Verrate es mir in den Kommentaren!

Veröffentlicht von

Hi, mein Name ist Dominik und ich berichte hier über meine Erfahrungen und Beobachtungen zu den Themen Onsite-Optimierung, WordPress und Social Media. Seit Anfang 2013 bin ich auch Selbständig tätig und betreue Kunden bei Webprojekten. Wenn du dich mit mir verbinden möchtest, kannst du mir gerne auf Google+ folgen. Aber auch auf Twitter und Facebook bin ich aktiv.

11 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Dominik,

    Du hast mal wieder voll ins Schwarze getroffen bei mir :-), du muss wohl Gedanken lesen können, warum ganzeinfach, weil ich gerade dabei war, mein über mich seit neu zu machen.

    Gruss Frank aus Detmold

  2. Durch und durch ein gelungener Artikel den ich so bisher noch nicht gelesen habe. Danke Dir für deine Zeit und Mühe dir Du da reingesteckt hast.
    Meiner Meinung nach kann eine „Über mich“ Seite den Unterschied ausmachen ob Du jemanden überzeugst weiter auf deiner Seite/ deinem Blog zu bleiben oder nicht. Ich bin zum Beispiel jemand der meist bevor er sich den eigentlichen Artikel zuwidmet vorher schaut wer derjenige ist, der das schreibt.

    Wünsche Dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

    Viele Grüße Meicel

  3. Pingback: PR Wochenrückblick KW50 – Die Highlights der Woche

  4. Vielen Dank für euer Feedback, freut mich, dass ich Ideen geben konnte. Wie ich sehe, wurden auch einige „Über mich“-Seiten umgesetzt/überarbeitet – freut mich. Vielleicht mag ja jemand berichten, wie ihr damit fahrt.

    @Vladislav
    Gern geschehen :-)

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