Klout-Score – Was ist das und wie beeinflusst er das reale Leben

Klout Score 100

Derzeit ist er in aller Munde: Der Klout-Score. Was der Dienst macht, wie sich der Score berechnet und wie er unser reales (offline) Leben beeinflusst ist aber noch nicht so ganz klar. Es ist also an der Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen und den Dienst Klout mal genauer zu betrachten. Klout ist eine amerikanische Firma mit Sitz in San Francisco und wurde bereits im September 2009 gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Fahne geschrieben, die persönliche Reichweite in allen genutzten Netzwerken aufzuzeigen. Der ermittelte Klout-Score kann dabei Werte zwischen 1 und 100 annehmen, wobei 60 laut netzwertig.com schon als beachtlich angesehen werden kann.

Schaut man sich nun der Score von Prominenten an, kommt man schon ins Staunen:

Obama vs. Rihanna - Soziale Reichweite im Vergleich

Obama vs. Rihanna - Soziale Reichweite im Vergleich. Quelle: Klout

Rihanna hat mehr Einfluss als Barack Obama? Wertet man die nackten Zahlen aus und betrachtet nur die Onlinereichweite, so ist das nach den Berechnungen von Klout tatsächlich so. Das Problem daran: Der berechnete Klout-Score lässt sich leicht durch Spammen manipulieren und spiegelt eben nicht die Reichweite und den Einfluss im echten Leben wider.

Jeder ist bei Klout

Der einzige Kritikpunkt an der Vorgehensweise von Klout ist das aber nicht. Auch wenn nicht aktiv zugestimmt wurde, dass man bei Klout mitmachen möchte, sammelt Klout Daten über einen und berechnet den Score. Klout sagt dazu:

Klout only analyzes public data or data that we are given explicit access to. We never share your private information with any third party or brand and you can control the information that we make available on your Klout profile page.

Wer keinen persönlichen Klout-Score haben möchte, muss das per Opt-Out beantragen.

Berechnung des Klout-Scores ist undurchsichtig

Außerdem ist die Berechnung des Scores nicht ganz eindeutig bzw. lässt Spielraum für Interpretationen. Klout äußert sich dazu wie folgt:

True Reach: How many people you influence
Amplification: How much you influence them
Network Impact: The influence of your network

Der True Reach gibt dabei an, wie viele Kontakte man insgesamt mit seinen Postings erreicht. Spam soll dabei herausgefiltert werden. Die Amplification ist ein Wert der angibt, wie hoch die Interaktionsrate seiner Kontakte ist. Sprich wie viele Shares, Likes, +1, Kommentare, Retweets, … bekommt man für ein Posting. Der Network Impact gibt an, wie viele „Top-Influencer“ sich an der Amplification beteiligen.

Die Problematik ist schnell erkannt: Je mehr Kontakte ich habe, desto höher ist mein Score-Rank. Also haben an dieser Stelle diejenigen einen Vorteil, die tausende Kontakte haben. Qualität und Echtheit wird dabei nicht überprüft. Das nächste ist die Interaktionsrate. Ein fachlich guter Artikel bekommt in aller Regel nicht so viele Shares etc. wie, als Beispiel, Katzenbilder. Auch hier ist also die Qualität nicht gewährleistet. Der Network Impact klingt erstmal gut, allerdings gibt es auch hier einen gewaltigen Haken: Die Top-Influencer werden ebenfalls von Klout ermittelt – und wie wir gerade festgestellt haben ist dieser Algorithmus alles andere als perfekt.

Woher kommen die Zahlen, die der Berechnung zu Grunde liegen?

Klout berücksichtigt bei der Berechnung eine ganze Reihe von Netzwerken: Twitter, Facebook, Google+, LinkedIn, Foursquare, YouTube,  Instagram, Tumblr, Blogger, WordPress, last.fm und Flickr. Wie bereits erwähnt, zählt hier die breite Masse. Quantität wird höher bewertet als Qualität. Ob es aber immer wünschens- und vor allem empfehlenswert ist, sämtliche Profile in irgendeiner Form miteinander zu verknüpfen, sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Klout-Score im Real Life

Wie der Klout-Score unser tägliches Leben beeinflussen kann (und auch schon tut!) wird im lesenswerten Artikel What Your Klout Score Really Means auf wired.com erläutert. Die Rede ist von abgebrochenen Interviews und Bevorzugung von Hotelgästen mit hohem Klout-Score. Beängstigend. Doch das ist erst der Anfang, da werden sich noch ganz andere Möglichkeiten ergeben, den Klout-Score ins Real Life zu übertragen.

CEO Joe Fernandez im Forbes Interview

Fazit

Ich nutze Klout erst seit kurzem, Hauptgrund ist meine Neugierde dem Dienst gegenüber. In Zukunft könnte das tatsächlich wichtig werden, da, wenn es denn wie in Amerika kommt, er einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Real Life haben kann. Jetzt aber überstürzt zu versuchen, seinen Klout-Score zu pushen, ist in meinen Augen der falsche Weg. Man darf nicht vergessen, warum man die unterschiedlichen Kontakte in den verschiedenen Netzwerken gewonnen hat: Durch qualitative Beiträge. Das sollte man auf jeden Fall berücksichtigen und wiegt schwerer als ein eventuell wachsender Score.

Wie sieht eure Klout-Nutzung aus? Nutzt ihr es überhaupt? Legt ihr Wert auf einen hohen Klout-Score?

Veröffentlicht von

Hi, mein Name ist Dominik und ich berichte hier über meine Erfahrungen und Beobachtungen zu den Themen Onsite-Optimierung, WordPress und Social Media. Seit Anfang 2013 bin ich auch Selbständig tätig und betreue Kunden bei Webprojekten. Wenn du dich mit mir verbinden möchtest, kannst du mir gerne auf Google+ folgen. Aber auch auf Twitter und Facebook bin ich aktiv.

27 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hast du das mitbekommen, als ein US-Unternehmer eine VIP-Party geschmissen hat, wobei das ‚Important‘ an dem Klout-Score errechnet wurde? D.h. jeder mit einem Score von 60 oder höher (oder so) durfte an dieser Party teilnehmen. Was der Veranstalter sich dadurch erhofft hat, war, dass all diejenigen, die so aktiv an social media teilnehmen, bei diesem Event ‚einchecken‘ würden, es liken, sharen, … und das Event somit eine sehr hohe Verbreitungsrate erlangt.

    Viele Grüße
    Jens

    • Hi Jens!

      Habe ich nicht mitbekommen, nein.

      Aus Sicht des Veranstalters ist das natürlich genial. Im idealsten Fall massig kostenlose Werbung in Social Media Kanälen.
      Ist natürlich ganz allgemein interessant für Discos/Clubs/Freizeitparks. Man muss sich nur mal überlegen, was für klasse Aktionen man starten könnte. Alle mit einem Klout-Rank über xx dürfen 3 Freunde gratis mit reinnehmen, dürfen einen tag früher eine neue Attraktion testen, … Der Kreativität sind da keine grenzen gesetzt.

      Die Gefahr ist natürlich, dass man gar nicht mehr dazu kommt, diese Lokalitäten aufzusuchen, weil man daheim am PC hängt um seinen Score zu pushen ;)

      • Das ist aber ein Ding! Eigentlich ist es schwer vorstellbar, dass es zu so etwas kommt, aber als unmöglich schaue ich es gar nicht an!
        Eine Kollegin von mir hat auch schon eine e-Mail bekommen, dass sie nicht mit einem Leistungsträge zusammen arbeiten darf, da ihre Webpage nicht hoch gerankt sei. Ich habe es fast nicht geglaubt.

        Als ich das erste Mal von Klout gehört hatte, dachte ich intuitiv an einen Senkrechtstart. Doch jetzt sind doch ein paar Jahre vergangen und der Einfluss auf unser tägliches Leben ist noch nicht so gross. Oder gibt es hier jemanden, der von seinem Score positiv oder negativ beeinflusst wird?

  2. Ouuu Ouuuhuhuuu … oder so ähnlich. Da gibt es aber noch einige Missverständnisse, was den Klout Score angeht. Ich sollte doch mal wieder einen eigenen Artikel darüber schreiben ;-)

    Aber vielen Dank für den Artikel, Dominik!
    Schließlich nähert man sich auf diese Weise einem Thema, indem man erstmal seine eigenen Eindrücke artikuliert. Und mitunter führt das zu Kommentaren, die zur weiteren Bel(Er?)leuchtung führen :-)

    Ich werde spontan auf 2 … 3 Punkte in Deinem Beitrag eingehen, vielleicht trägt das auch dazu bei, einen möglichen Gastbeitrag zum Klout Score, den ich auf einer anderen Plattform schon im Hinterkopf habe, zu entwickeln.

    Beim Klout Score geht es um ONLINE Influence Measurement. Insofern ist der höhere Klout Score von Rihanna vs. Obama kein Widerspruch. Justin Bieber hat einen Klout Score von 100. Wenn er „Gute Nacht Mädels“ sagt, antworten ihm (statistisch) über 29 Tsd. Girls seiner Fan-Gemeinde.
    (Quelle: http://bit.ly/justin-says-goodnight)
    Der Online-Einfluss ist also unglaublich groß und in Korrelation der Klout Score.
    Welche Auswirkungen das auf das reale Leben hat, ist eine andere Frage, aber auch keine uninteressante. Im Fall von Bieber ist wohl ziemlich evident, dass er auf seinem Gebiet (Musik) auch real einen weit, weit überdurchschnittlichen Einfluss zumindest auf einen Teil der Menschheit hat.

    Auch bei dieser These
    „Das Problem daran: Der berechnete Klout-Score lässt sich leicht durch Spammen manipulieren“
    muss ich klar widersprechen.

    Ich bin bisher keinem Wesen begegnet, das durch Spammen (längere, nachhaltigere) Diskussionen erreicht oder gar die Herzen von vielen Menschen gewonnen oder erobert hätte.
    Die angebliche „Erspielbarkeit“ („Gaming“) des Klout Scores gehört zu den größten Missverständnissen rund um das Thema Klout.
    Was mir täglich begegnet sind Menschen mit einem hohen Klout Score, die täglich in Social Media aktiv sind, Diskussionen generieren, deren Meinungen geschätzt oder Rat erbeten wird.
    Im Gegensatz dazu sehe ich Twitterer, die mehr als 10.000 Follower haben und dabei einen vergleichsweise niedrigen Klout Score in den 30ern. Und damit widerspreche ich auch Deiner These

    „Die Problematik ist schnell erkannt: Je mehr Kontakte ich habe, desto höher ist mein Score-Rank. Also haben an dieser Stelle diejenigen einen Vorteil, die tausende Kontakte haben.“

    Neulich beim 2. BarCamp Karlsruhe, als ich mit Markus Henkel eine Session zum Thema Klout Score gehalten habe, wollte Markus (der eher kritisch zum Klout Score steht) ein Beispiel dafür bringen, wie leicht sich der Klout Score erspielen lassen würde.
    Er erzählte davon, wie er sich mit einer kleinen Gruppe von Leute zusammen geschlossen hatte, die sich über eine Zeit gegenseitig likete, verstärkte usw.
    Und siehe da, der Klout Score der beteiligten Leute stieg in kurzer Zeit.
    Und damit hatte er aus meiner Sicht FÜR den Klout Score gesprochen. Denn das Beispiel zeigt, dass man eben nicht 10.000 Follower benötigt, um einen hohen Klout Score zu erreichen, sondern dass man die Medien für dieses Ziel effizient nutzen muss.

    Auch die Zahl der Netzwerke spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
    Klout gibt dem Netz die höchste Prio, in dem man aktivsten ist, mit dem man am
    Besten umgehen kann, in dem man die meisten Leute zu einer Aktion bewegt in
    Relation zur gesamten Reichweite.

    Klout is per se keine umwerfende Neuheit in der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit. Proteste resultieren überwiegend (abgesehen der Fragen bezüglich des Datenschutzes) eher daraus, dass viele Menschen ein falsches Verständnis von und falsche Erwartungen an Klout haben.

    Schulnoten, Urkunden, Medaillen, das alles gibt es schon sehr lang. Neu ist nur, dass sich ein solches Bewertungssystem nun auf den Online-Bereich bezieht.

    Wie auch im von Dir referenzierten Artikel von Martin Weigert bei netzwertig.com dargestellt: Reales und virtuelles Leben verschmelzen und wechselwirken immer mehr. Gleichwohl bleibt der Klout Score (zunächst) ein System zur Bewertung des Online-Einflusses einer Person. Die Qualität der Inhalte wird dabei kaum beleuchtet. Die Topics und die +k sollen in Richtung Content und Content-Qualität gehen. Xing versucht das im Übrigen auch, dort heißt es „Bestätigung von Profileinträgen“.

    Ich hoffe, dass ich ein paar Anregungen geben konnte.

    Liebe Grüße
    Micha :)

    • Kurz und knapp auch hier nochmal: Danke für deine Ausführungen, Michael!

      Bin auf deinen (Gast)Artikel gespannt, den Link darfst du dann gerne hier posten :)

      Beste Grüße
      Dominik

    • Hi Micha.
      Bitte nutze meinen Namen korrekt. Nicht der Klout-Score der Beteiligten ist angestiegen, sondern der Score der erfundenen Person. Letztere unternahm allerdings nichts, um in Interaktion mit den Beteiligten zu treten. Ein einseitiges Pushen ist also möglich, daher ist der Dienst sehr wohl in Frage zu stellen und wurde im Vortrag meinerseits auch scharf in die Kritik genommen.

      • Hallo Markus,

        entschuldige bitte, wenn ich das Szenario nicht korrekt dargestellt habe.
        Das einseitige Pushen geht laut meinen Erkenntnissen durchaus in eine
        realistische Richtung. Der bereits benannte Justin Bieber ist ein gutes
        Beispiel dafür. Freilich spricht es nicht von einen herausragenden
        Talent, „Good night girls“ in einem Medium zu platzieren. Gleichwohl spricht es
        von Einfluss, wenn zigtausende Mädels antworten, ohne namentlich angesprochen
        worden zu sein.

        Statistisch gesehen sind Persönlichkeiten wie Bieber, Obama (wobei Obama eine Persönlichkeit in einem ganz anderen Kontext ist, klar) aber nicht relevant bzw.
        nicht anwendbar auf die breite Masse.

        Also mir würden jetzt zumindest keine Leute einfallen, die mich über eine Zeitlang
        (künstlich) pushen würden. Spätestens nach 2, 3 Tagen oder seien es Wochen, haben
        sie die Nase von diesem Spiel voll. Der Klout Score bezieht sich allerdings immer
        auf einen Zeitraum von 90 Tagen, also 3 Monaten. Insofern geht es hier schon eher
        um eine nachhaltige Reflexion und weniger um „game it as you like“.

        Natürlich bleibt ein kritisches Hinterfragen wichtig, wie bei allen Dingen im Leben.
        Indem wir darüber sprechen, ergründen wir Stärken und Schwächen des Dienstes.
        Von Perfektion ist auch hier nicht die Rede :-)

        Liebe Grüße in die Runde, allen einen guten Start in die neue Woche!
        Micha!

  3. Hallo,

    sehr schöner Artikel und schöne Kommentare hier. Mich würde mal interessieren, wie das KloutScore-System meinen Rang errechnen will, wenn ich in allen Netzwerken unterschiedliche Nicknamen/Email-Adressen o.Ä. verwende. Wo sieht das KloutScore-System hier den Zusammenhang?

    Ich denke, das dieses System noch in den Kinderschuhen steckt und man sollte imo das ganze nicht überbewerten. Und ob sich das durchsetzt ist auch noch fraglich (imo).

    Und, meiner Meinung nach hat eine Bewertung, wie aktiv ich online bin, im Real Life nix zu suchen. Kann ja nicht sein, das jmd. in der Warteschlange an mir vorbeigelotst wird, nur weil der auf fb aktiver ist als ich :-D Salopp ausgedrückt.

    • Hallo Andreas,

      danke für Deinen Kommentar!
      Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Du bist (komplett und ordnungsgemäß, durch Dein eigenes Zutun) bei Klout registriert. Dann kannst Du selbst verschiedene Soziale Netzwerke hinzufügen. Autorisierung und Authentifizierung bekommt Klout dann durch Dich.
      Die andere Variante: Klout streckt ja in den Netzwerken seine Fühler aus. Wenn es irgendwo von Dir öffentliche Daten findet, dann werden diese im Sinne des Klout Score ausgewertet. (Datenschutzrechtlich) problematisch ist hier vor allem, dass auch Daten von Freunden, die bspw. auf Deiner Facebook-Seite mit Dir interagieren, ausgewertet werden. Deine Freunde können dies zwar in ihren Privatsphären-Einstellungen untersagen, allerdings müsste es ihnen überhaupt erstmal bewusst sein. Und die Default-Einstellung lautet (sinngemäß) „Apps meiner Freunde können auf meine Daten zugreifen, wenn ich mit ihnen auf deren Pinnwand interagiere“.

      Früher oder später gerät man so (statistisch) in die Fänge von Klout. Ohne dass man überhaupt davon erfahren muss. Es werden dann Daten über mein Nutzerverhalten gesammelt und ausgewertet. Natürlich ist es auch ein generelles Problem, dass mit jeder Internet-Nutzung Daten über mein Nutzungsverhalten anfallen und letztlich auch auswertbar sind.
      Wir Europäer sehen diese Dinge meist stringenter. Damit will ich nicht bewerten, ob das besser oder schlechter ist. In der Konsequenz ergibt sich eine Ambivalenz zwischen Datenoffenen Anwendungen, die Unternehmen und/oder Anwendern einen Nutzen bringen (können) und dem Recht und Bedürfnis am/nach dem Schutz der eigenen Daten. Es ist ein fließender Prozess. Im Laufe der Jahre ändern sich Haltungen und Positionen von Individuen aber auch der Gesellschaft, und man darf wirklich gespannt sein, wie sich die Dinge weiter entwickeln.

      Noch kurz zum Thema Klout Score und Rückwirkungen auf die Realität. Ich denke, wenn es um Gesundheit, den Erhalt von Menschenleben oder Wahrung der Menschenwürde (lt. Artikel 1 unseres Grundgesetzes) geht, sollte der Klout Score absolut außen vor bleiben. So sollte man z. B. bei medizinischen Notfällen niemals unterscheiden zwischen Menschen mit einem niedrigen und einem hohen Klout Score. Auf der anderen Seite finde ich es witzig, wenn Unternehmen Anreize schaffen.

      Ich sehe den Klout Score als eine (zusätzliche) Inspiration an, die Netzwerke sinnvoll und effizient zu nutzen. Menschliche Werte oder Beurteilungen sollen damit aber nicht außer Kraft gesetzt werden.

      • Hallo Michael,

        vielen Dank erstmal für deinen tollen Kommentar. Und vielen Dank auch für die Erläuterung, wie Klout-Score letztendlich an meine Account-Daten kommt ;)

        Vielleicht werde ich mich ja sogar mal anmelden, aus reiner Neugier. Aber dennoch finde ich das erstmal Sinnfrei und stehe dem ganzen „kritisch“ gegenüber. Aber ich bin gerne bereit, mich überraschen und überzeugen zu lassen :)

        Vielen Dank an Alle bis hierher.

  4. Habe mich jetzt probehalber bei Klout.com angemeldet und komme auf magere 14 Klout-Scores. Das sieht bei Dominik schon bedeutend besser aus :-D

    Wenn ich jetzt noch herausfinde, wie man mehrere Twitter-Accounts mit Klout verknüpfen kann, bin ich glücklich ;) Aber sehr interessant ist das Klout-Score schon.

    • Willkommen im Club, Andreas ;-)

      Name (rechts oben) –> Settings –> Connected Networks

      Über diesen Weg kannst Du generell verschiedene Netzwerke, in denen Du aktiv bist,
      hinzufügen. Ich schätze, mehrere Twitter-Acconts hinzufügen, das wird nicht gehen.
      Probiere es gerne aus. Ich habe das mal bei den FB-Seiten versucht.
      Beim Hinzufügen der neuen Seite war die alte dann weg. bzw. ich
      konnte meine persönliche Profilseite nicht ergänzen um eine Facebook-Seite (Fanpage).
      Wobei Klout selbst sagt, dass die Auswertung der FB-Seiten (also nicht Profiilseiten)
      bisher noch experimentell ist.

      Sammel Deine Erfahrungen, Good Luck! :-)

      • Hallo und guten Morgen Michael,

        danke für den Hinweis. Natürlich habe ich da schon gesucht, aber es scheint mir, das es nicht möglich ist, mehrere Twitter-Accounts zu verknüpfen.

        Was solls, Klout ist atm nur eine Spielerei und noch Beta. Vielleicht geht da noch was. Ausserdem fehlt mir da irgendwo noch Xing als Netzwerk – aber ich habe Hoffnung :) Und ich hätte gern die Möglichkeit, selbst gehostete WordPress-Blogs anzugeben, nicht nur die wordpress.com Variante (über die XRPC-API sollte man eigentlich an ausreichend Daten kommen).

        Weiterhin muss ich mal beobachten, wie sich der Klout-Score verhält, wenn man mal eine Zeitlang nichts macht, vielleicht sinkt der Score ja sogar.

        Wie wir sehen – es bleibt spannend :)

        Grüße,
        Andreas

  5. Guten Morgen Andreas,

    für mehrere Instanzen des selben Netzwerkes würde ich ohnehin nicht so das Potential sehen in Bezug auf Steigerung des Klout Score. Die Reichweite könnte sich zwar vergrößern, die Effizienz aber kaum, da Klout immer das Netzwerk priorisiert, in dem Du ohnehin am effizientesten bist. Somit ist angeraten, genau den Twitter-Account mit Klout zu verbinden, bei dem Du am aktivsten bist.

    Bei einem Klout Score um 20 reicht es wahrscheinlich, einmal pro Woche ein „hello world“ in einem der verbundenen Netze von sich zu geben. Je höher Du kommst, um schwieriger wird es, den aktuellen Klout Score zu halten oder sich gar noch zu verbessern. Die Beziehung zwischen den Aktivitäten bzw. der Viralität der Aktivitäten und der Höhe des Klout Scores dürfte somit durch eine immer langsamer ansteigende Parabel darstellbar sein. Als Beispiel: Wenn Du einen Klout Score von 60 hast und eine Woche den sozialen Netzwerken gänzlich fern bleibst,dürfte er auf eine Größenordnung von 50 bis 55 gefallen sein. Es sei denn, Du hast so grandiose und menschheitsbewegende Themen in die (Online-) Welt gesetzt, dass man selbst ohne Dein Zutun eine Woche lang darüber spricht und Dich dabei immer wieder als Ideenzünder benennt. Aber dann ist es wahrscheinlich, dass Du ohnehin einen größeren Klout Score hast.

    LG Micha :)

    • Hallo Michael,

      danke für dein Feedback. Genauso wie du beschrieben hast, habe ich es ja gemacht. Komischweise wird mein G+ Account gar nicht ausgewertet, obwohl ich da aktiver bin als z.B. auf Twitter.

      Mal sehen :) Aber nochmals vielen Dank für die Diskussion hier und die Kommentare.

      Ich freue mich auch für Dominik, das sich das hier so schön entwickelt hat. Ist ja für jeden Blogger toll, wenn der eigene Blog zum diskutieren anregt und benutzt wird. +1

      Grüße,
      Andreas

      • Ja, der Dominik hat eine bemerkenswerte Fähigkeit für vernetztes und integriertes Denken. Er lädt andere zur Diskussion ein, verstärkt den gesamten Prozess und erweitert so letztlich seinen eigenen Horizont. Chapeau, Dominik! :-)

        Andreas, wenn Du bei G+ wirklich aktiver bist, sollte das eigentlich auch seinen Niederschlag finden. Teils muss man mit 1 bis 2 Tagen Verzögerung rechnen (ebenso die die Zeitverschiebung, 9 h bis SF) berücksichtigen ehe bspw. neue Netzwerke berücksichtigt werden.

  6. So, ein kleiner Zwischenbericht.

    Es sei gesagt, das sich Geduld auszahlt. Wie Michael schon geschrieben hat, dauert es einige Zeit, bis Klout.com alle Daten gesammelt und ausgewertet hat. So komme ich jetzt immerhin auf einen Score von 29 \o/

    Es bleibt weiter spannend.

    Liebe Grüße an Alle.

  7. Danke euch beiden für euer Feedback – das hört man gerne, danke für die Blumen :)

    Da ich die letzten 6 Tage im Urlaub war und absolut gar nicht auf irgendeiner Plattform gepostet habe, hier die Ergebnisse des „Tests“:
    7. August: 53,32
    13. August: 52,73

    Innerhalb von 6 Tagen ohne jegliche Aktivität ist der Klout-Score also gerade mal um 0,6 Punkte gefallen. Da ich morgen wieder in Urlaub gehe (man gönnt sich ja sonst nicht :p) und wieder nichts posten werde, werde ich berichten, wie sich mein Score in den kommenden Tagen verändert.

    Ich hätte erwartet, dass der Score stärker sinkt, so ganz ohne Aktivität meinerseits.

    Liebe Grüße
    Dominik

  8. Dein Urlaub ist sozusagen eine „berufliche Verpflichtung“ um die Auswirkungen auf den Klout-Score zu testen? Das solltest du GENAU SO deinem Chef darlegen :-)

  9. Pingback: Klout wird künftig in Bing-Suche integriert : : media-affin.de

  10. Ich finde es witzig! :-)
    Und mein „Score“ geht echt gut ab…
    Ich hoffe auch das beruflich nutzen zu können!
    Greets aus Salzburg and score on! :-)

  11. Pingback: Angesagte Beiträge auf Google+: Wie viele Besucher bringt das?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.