Gibt es DIE perfekte Sidebar?

Gibt es eine perfekte Sidebar? Was macht eine attraktive Sidebar aus? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es? Diese Fragen (und noch ein paar mehr) möchte ich mit diesem Artikel beantworten.

Auslöser für diesen Artikel war der Webmaster Friday mit dem Thema „Was bietet eine attraktive Sidebar?„.

Was gehört auf jeden Fall hinein und was sind die überflüssigen Relikte aus vergangenen Zeiten, die mangels Fantasie nicht tot zu kriegen sind? Was steht bei Euch in der Sidebar? Und habt ihr das Gefühl, dass das Sinn macht?

Was gehört nicht in eine Sidebar?

Meiner Meinung nach ist eine Blogroll ein typisches schlechtes Beispiel für Content in der Sidebar. Wobei Content hier nicht wirklich zutrifft. Eine Blogroll bietet keinen Mehrwert, schon gar nicht wenn sie auf jeder Unterseite identisch ist. Gute, thematisch passende Blogs sollten besser aus entsprechenden Artikel heraus verlinkt werden. Der geneigte Leser bekommt so einen direkten Bezug und eine echte Empfehlung, die viel aussagekräftiger ist als nur einen Link von vielen aus der Sidebar. Außerdem bekommt der Blog-Betreiber so einen wertvolleren Backlink. Es ist also für alle drei Seiten (Publisher, Leser, externen Blog-Betreiber) die bessere Lösung.

WordPress Sidebar Meta-Widget

Meta-Widget in der Sidebar

Genauso gehört das Meta-Widget eliminiert. So hat man Platz für ein anderes, sinnvolleres Widget oder verkürzt einfach die Sidebar. Ein Link zum Administrationsbereich muss wohl kaum öffentlich im Frontend zu sehen sein. Zudem ist der Abmelde-Button überflüssig. Die wenigstens Blog bieten eine Anmeldung überhaupt an und als Admin kann man sich über die Adminbar am oberen Bildschirmrand ausloggen. Der Link zum Feed sollte prominenter platziert werden und der Link zu WordPress ist schlichtweg ohne jeglichen Mehrwert.

Generell sollte die Sidebar nicht zu lange sein. Reicht sie über die Länge des Artikels hinaus, ist sie zu lange. Vermutlich scrollt kein Leser weiter als bis zum Fazit / Schlusswort eines Artikels.

Was gehört in eine Sidebar?

Auf media-affin setze ich eine je nach Seitentyp angepasste Sidebar ein. zu sagen, dass ich die perfekte Sidebar hätte, wäre aber gelogen. Mit der Sidebar sind so viele Sachen möglich und umsetzbar, dass es einiges an Optimierung bedarf, das Potential komplett auszuschöpfen. Im Idealfall ist die Sidebar an jede einzelne Seite beziehungsweise an jeden einzelnen Artikel individuell angepasst. Das kann beispielsweise in Form von Werbung mit Mehrwert (also zum Content passend) oder Umfragen geschehen.

Ich verwende drei unterschiedliche, wenn auch sehr ähnliche Sidebars.

Individuelle Sidebar je nach Seitentyp

WordPress ermöglicht von Haus aus, verschiedene Sidebars zu definieren. Möglich sind die Bereiche Home, Category, Post, Page und General. General wird immer dann angezeigt, wenn für einen Bereiche keine spezielle Sidebar definiert ist. Hier im Blog sind die Bereiche Home, Post und General eingerichtet.

Die Bereiche sind, wie weiter oben erwähnt, nahezu identisch. An oberster Stelle ist jeweils die Suche, gefolgt von den Social Media Plugins (ohne extra Plugin). Darunter sind die letzten Beiträge aufgelistet. So ist auf jeder Seite zu sehen, welche Themen zuletzt erschienen sind. Da meine Startseite aus den Snippets der sieben zuletzt veröffentlichten Artikel besteht, hat dieses Widget in der Home-Sidebar keinen Sinn und wird dort deswegen nicht verwendet.

Weiter geht es mit den Widgets für die Kategorie-Auflistung und den letzten Kommentaren. Beides bietet dem Leser einen Mehrwert, da er auf einen Blick sieht, was für Themen im Blog vertreten sind und welche Artikel zuletzt durch Kommentare aktiv waren.

Auf allen Seitentypen außer den Artikelseiten folgt darunter das Blogarchiv. Einziger Sinn dahinter ist die interne Verlinkung. Schön ist es nicht, einen Mehrwert bietet es auch nicht. Eigentlich also eher ein Fall für „Was gehört nicht in eine Sidebar“. Du siehst, hier bin ich mir selbst nicht sicher, was ich davon halten soll. Lass mir doch deine Gedanken dazu in den Kommentaren da ;-)

Fazit

Zuerst sei die Hauptfrage des Artikels beantwortet: Eine perfekte Sidebar gibt es nicht. So unterschiedlich wie Blogs sind, so unterschiedlich können die Sidebars genutzt werden. Fakt ist aber, dass sie häufig unterschätzt und dadurch vernachlässigt werden. Hast du den ultimativen Tipp? Ab in die Kommentare damit!

Veröffentlicht von

Hi, mein Name ist Dominik und ich berichte hier über meine Erfahrungen und Beobachtungen zu den Themen Onsite-Optimierung, WordPress und Social Media. Seit Anfang 2013 bin ich auch Selbständig tätig und betreue Kunden bei Webprojekten. Wenn du dich mit mir verbinden möchtest, kannst du mir gerne auf Google+ folgen. Aber auch auf Twitter und Facebook bin ich aktiv.

11 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ja, bitte! WordPress sollte ganz dringend das Meta-Widget verbieten. Das ist wirklich für nix gut.
    Da ist ja sogar eine Tagcloud noch sinnvoller!!!! ;-)
    Sabienes

  2. … oder gar keine Sidebar, so wie ich seit einiger Zeit fahre :P ;)
    Hast aber mit deinem Beitrag recht… es gibt unglaublich unsinnige und trashige Sidebars.

    Gruß, Thomas

  3. @Sabiene
    Genau, selbst eine Tagcloud ist da (fast) sinnvoller :-p

    @Thomas
    Ja, es gibt auch gute Gründe gegen eine Sidebar. Ich denke aber, dass eine Sidebar schon auch einen Mehrwert bieten kann – sofern sie eben durchdacht und nicht einfach nur „da“ ist. Auch das Thema interne Verlinkung kann dadurch optimiert werden.

  4. Naja ganz unnütz ist das Meta Widget nicht. Ich kenne de facto 1-2 Leute, die ohne Sidebar vermutlich nicht ins Backend finden würden, weil wir sie wirklich über Gott und Welt bloggen. Ganz ohne Hintergedanken wie Rankings, SEO und und und ;)

    Ansonsten ein schöner Artikel. In meinen Augen hängt die Sidebar einfach immer vom verwendeten Theme und dem Thema der Website ab. Für ein bisschen Werbung und beispielsweise ein paar Social Media Widgets ist sie bei mir, wenn ich denn eine WordPress Installation verwende, immer gut.

  5. Bei der Sidebar sollte man sich auf jedenfall Gedanken machen, was man dort sinnvoll präsentieren möchte. Ganz verzichten möchte ich darauf aber auch nicht. Dann wird in 99% der Fälle der Textbereich sehr breit und man muss bei dem Lesen den Kopf bewegen. Das ist dann sehr anstrengend beim und ich würde als Leser auch direkt wieder runtergehen.

  6. Bei der Überlegung ob eine Sidebar ainnvoll ist oder nicht sollte auch der Typ der Website beachtet werden, um den es geht. Umfangreiche Seiten, bei denen WP als CMS genutzt wird können dir Sidebar als Unternavigation des jeweiligen Bereichs nutzen, sowie zb Unterschiedliche Kontakte / Erreichbarkeiten zu zeigen.

    In jeder Sidebar kann man mE auch mit einer schönen Grafik auf einen besonderen Inhalt hinweisen, vllt auf ein Gewinnspiel oder einen bestimmten Podcast.

  7. @Timo
    Du kannst die Breite der Seite ja anpassen. Nur weil die Sidebar wegfällt heißt es ja nicht, dass die Breite des Artikels wachsen muss ;-)

    @Havishem
    Dem schließe ich mich voll und ganz an.

  8. Pingback: 10 Wochen Projekt 2013/2014 : : media-affin.de

  9. Ganz richtig eine perfekte Sidebar gibt es leider nicht.

    Aber eine Sidebar macht einen Blog erst interessant und übersichtlich…

    LG
    Persie

  10. Pingback: Custom Sidebars - Mehr Flexibilität für die Seitenleiste › WordPress-Bistro

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